Geschichte

In uns wächst schon lange die Idee uns persönlich weiter zu entwickeln und da eine von uns Schwestern Architektin ist, liegt es nah, dass da ein Haus genau das Richtige ist. Unsere Eltern hatten uns in 2014 darauf hingewiesen, dass ein Baudenkmal in Großräschen zum Verkauf

steht. Wir sind im Dorf nebenan aufgewachsen und haben daher von jeher einen Bezug zur Region. Es war dann Liebe auf den zweiten Blick, denn der Klinkerbau war zu diesem Zeitpunkt überformt durch einen mächtigen Anbau. Doch die dekorative Klinkerfassade, die Kastenfenster

und die weiteren originalen Bauelemente haben uns so beeindruckt, dass wir uns gewagt haben. Dass es sich bei dem Wohnhaus um ein Einzeldenkmal handelt, hat unseren Entschluss dieses Haus wieder mit Leben zu füllen, bestärkt. Denn Baudenkmäler lassen unsere

Vergangenheit lebendig bleiben und erhalten sie für nachfolgende Generationen. Wir sehen unser Wohnhaus als Identitätsstifter und Bewahrer von Tradition für die Baukultur in Großräschen.

 

Das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum hat das Wohnhaus in 2008 als kulturelles Erbe für die Region angesehen und unter Denkmalschutz

gestellt. Das Einzeldenkmal steht am nordöstlichen Rand des Großräschener Stadtkerns auf einem Eckgrundstück. Es wurde ca. 1925 errichtet. Das Wohnhaus als zweigeschossiger unterkellerter Massivbau mit steilem Walmdach und einer dekorativen Klinkerfassade wurde vermutlich für einen Arzt errichtet und durch diesen als Praxis und zum

Wohnen genutzt. 


Bei unserem Denkmalpflegerischen Konzept hatte die behutsame Instandsetzung und Sanierung unter dem Schutz der denkmalrelevanten Bauteile Vorrang. Dazu zählen die Fassade mit den roten, bis rot-braunen und violetten Klinkern in verschiedenen Formaten, die Holzfenster mit Sprossenteilungen, die quadratischen Wandfliesen im Vorraum sowie die bauzeitlichen Zementfliesen auf dem Boden im Erdgeschoss, die Treppe und die Schiebetür im Obergeschoss. Bei der Auswahl der Farben konnten wir uns auf das restauratorische Gutachten stützen. Die Technische Gebäudeausrüstung wurde nach dem aktuellen Stand der Technik erneuert bzw. ergänzt. Um dem Gebäude wieder die ursprüngliche Proportion zurückzugeben, wurde der Anbau aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts zurückgebaut. 

 

Im Rahmen der Instandsetzung wurden störende moderne Einbauten entfernt. Zum Beispiel wurden Holzverblendungen entfernt, der Nadelvlies wurde entfernt und die Wandfliesen in dem ehemaligen WC-Raum wurden zurückgebaut. Die Organisation der Grundrisse wurde

weitestgehend beibehalten. Besonderes Augenmerk wurde auf die denkmalgerechte Instandsetzung und auf den denkmalgerechten Nachbau der Fenster und Außentüren gelegt. Die Bestandsfenster als Einfachfenster und die Au.entüren waren stark beschädigt und

hinsichtlich der in großem Umfang notwendigen Instandsetzungen sowie Ertüchtigungen zur Verbesserung des Wärme- und Schallschutzes nicht erhaltenswert. Die zu ergänzenden Fenster wurden durch den geplanten Abriss des Anbaus erforderlich und vervollständigen wieder die Ansichten. Die Kastenfenster an der Ost- und Südfassade im 1. Obergeschoss wurden grundlegend überarbeitet; die Erneuerung erfolgte nach den Vorgaben des VFF-Leitfadens, die Holz-Jalousien mit Rollladenwelle wurden aufgearbeitet, wieder gangbar gemacht und neu lackiert. Die Bestandsoliven konnten gesichert und für die Instandsetzung der Holz-Kastenfenster und in Teilen für den Nachbau der Fenster verwendet werden.


Kontakt und Buchung unter:

Ferienhaus Rosamunde 

E-Mail: post@ferienhaus-rosamunde.de